In diesem Jahr haben wir den Teilnahmebeitrag (TNB) von 84 auf 94 Euro angehoben. Das entspricht einer Erhöhung um knapp 12 Prozent. Warum haben wir das getan?
Zunächst wollen wir hier ganz klar feststellen, dass wir jede Preiserhöhung gut durchdenken, möglichst vermeiden und versuchen, diese durch Sparmaßnahmen zu ersetzen. Wir wissen, dass bei jeder Erhöhung des TNB das Risiko besteht, dass Leute nicht mehr am Hüttfield teilnehmen, weil es ihnen zu teuer geworden ist. Doch mit diesem Risiko müssen wir leider leben. Unser Ziel ist immer, dass das Hüttfield eine Zukunft hat! Dazu gehört ein vertrauensvoller Umgang mit dem Vermieter unserer Location, eine genaue Kalkulation und das Vermeiden von unnötigen Ausgaben. Aber natürlich wollen wir allen Teilnehmer/innen auch etwas bieten. Das Hüttfield ist eine aufwändige Veranstaltung und kostet viel Zeit und Geld. Bei den Einnahmen und Ausgaben reden wir jeweils von mittleren vierstelligen Euro-Beträgen. Wir schließen für das Hüttfield rechtskräftige Mietverträge (Location, Transporter) und müssen diese logischerweise auch erfüllen. Dazu gehört natürlich in erster Linie, dass wir die gebuchten Leistungen auch bezahlen. Und da nicht die gesamte Hüttfield-Community ihre Unterschriften unter jeden einzelnen Mietvertrag setzen kann, übernehmen das die einzelnen Organisatoren. Und das bedeutet, dass am Ende eine einzelne Person für die Bezahlung haftet. Für unsere Vertragspartner ist es somit völlig unerheblich, durch wie viele Personen sich die Mietkosten teilen, denn sie haben den Vertrag lediglich mit einer Privatperson gemacht, die somit zahlungspflichtig ist. Klar sollte also sein, dass die Leute, die für die vollständige Bezahlung einer Leistung geradestehen, auf jeden Fall diese Kosten durch die Hüttfield-Einnahmen erstattet bekommen müssen. Und die einzige Einnahme, die durch das Hüttfield entsteht, ist nun mal der TNB. Hier geht es also weniger um einen Obolus, sondern um die Bezahlung von eingekauften Leistungen. Und im Rahmen der allgemeinen Preissteigerungen entwickeln sich diese Kosten 2023 wie folgt:
Anmietung Location: + 5 %
Kosten Endreinigung Location: + 20 %
Miete der Transporter: + 8 %
Die Kosten für Anmietungen bilden beim Hüttfield ca. 65 % der Gesamtkosten. Demzufolge wirken sich die Preissteigerungen in diesem Bereich am stärksten auf die finanzielle Situation des Hüttfields aus.
Ein weiterer Bestandteil unserer Ausgaben sind die Einkäufe für Lebensmittel und sonstige Verbrauchsmaterialen. Die meisten dieser Kosten sind massiv gestiegen, ein paar sind gleichgeblieben, manche sind sogar gesunken. So konnten wir durch einen Wechsel unseres Armbändchen-Herstellers diese Kosten sogar halbieren. Bei den Lebensmitteln haben sich die Preise bis 2023 für das Hüttfield wie folgt entwickelt:
Bier: + 34 %
Mineralwasser: + 31 %
Frühstück: + 35 %
Sonstiges Verbrauchsmaterial: + 27 %
Ein weiterer Kostenpunkt beim Hüttfield sind die Ausgaben für Strom und Wasser. Im Jahr 2022 wurden 205 kWh Strom und 11 m³ Wasser verbraucht. Dass die Stromkosten dieses Jahr massiv steigen werden, wird allen klar sein. Wie hoch sie letztendlich zum Zeitpunkt des Hüttfields sein werden, erfahren wir erst in der Abrechnung. Auch hier gilt: unabhängig vom Endbetrag – es muss bezahlt werden!
Wir können versuchen, sparsam zu sein, unnötigen Verbrauch zu vermeiden und beim Einkauf Sonderangebote zu nutzen. Aber letztendlich müssen wir vorher zumindest annähernd genau kalkulieren und einen TNB festlegen.
Und aus diesem Grund haben wir uns entschieden, den TNB für alle von 84 Euro auf 94 Euro anzuheben.
Und um an dieser Stelle gleich noch eine andere Frage zu beantworten: natürlich zahlen den TNB neben den „normalen“ Leuten auch die Organisatoren und die Auf- und Abbauhelfer. Menschen, die für den Aufbau und die Vorbereitung extra eher zum Hüttfield anreisen, müssen sogar ihre zusätzlichen Übernachtungskosten selbst bezahlen.

